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Filmclip zur Städtebauförderung Stadtsanierungsgebiet Neuperlach

Das 497 Hektar große Untersuchungsgebiet mit seinen etwa 41.917 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand: 2018) liegt im Osten von München und ist Teil des größten westdeutschen Siedlungsprojektes der 1960er und 1970er Jahre. Im Westen wird es durch die Bezirksteilgrenze von Neuperlach zu Altperlach und Ramersdorf, im Norden durch die Bezirksgrenze von Ramersdorf-Perlach zu Berg am Laim und Trudering, im Osten durch den Weg von Waldperlach nach Trudering und den Hugo-Lang-Bogen und im Süden durch die Putzbrunner Straße begrenzt. Im Zentrum liegt der Hanns-Seidel-Platz, der städtebaulich entwickelt werden soll.

Die homogene Siedlungsstruktur in Neuperlach mit ihrer einheitlichen Gestaltung und teils massiven Bebauung birgt Chancen, aber auch Herausforderungen. Der Umgang mit dieser Form von Großwohnsiedlung und eine zeitgemäße Antwort auf in die Jahre gekommene Strukturen ist Ziel der Stadtteilentwicklung der Landeshauptstadt München.

Neuperlach wurde im Sinne einer autogerechten Stadt gebaut, die sich durch übergroße Straßenräume und die Trennung der Verkehrsarten auszeichnet. Die Großsiedlung ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen, für Fußgänger und Radfahrer gibt es aber viele Barrieren. Private und öffentliche Grünflächen sollen aufgewertet, die Orientierung im Quartier verbessert werden. In dem Gebiet liegen das Stadtteilzentrum Perlach, fünf Nahbereichszentren und einzelne Läden, die es zu erhalten gilt.

In Neuperlach gibt es im Vergleich zur Gesamtstadt überdurchschnittliche soziodemografische Herausforderungen. Hervorzuheben sind die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den Jugendlichen, und der hohe Anteil an Personen mit Migrationshintergrund. Die Übertrittsquote auf das Gymnasium ist hier geringer als in anderen Teilen der Stadt, auch gehen weniger Kinder in den Kindergarten. Von 2014 bis 2020 fallen etwa 2.400 Sozialwohnungen aus der Bindung.